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Influencer Marketing: Kreative Freiheit oder strikte Vorgaben?

Warum Vertrauen in der Kooperation wichtig ist

Rita Löschke

28.08.2021

Eine Influencer-Kooperation kostet Geld und soll der Marke einen Vorteil bringen. Selbstverständlich sind die Unternehmen und Organisationen daran interessiert, dass die Kooperationspartner im Unternehmensinteresse handeln.

Damit das gelingt, versuchen viele Unternehmen sehr strikte Vorgaben für die Produktion des Social Media Contents zu machen. Dadurch soll das Risiko von schlechten, unpassenden oder unberechenbaren Inhalten reduziert werden. Insbesondere bei neuen Kooperationen oder sehr kleinen Influencern mit wenig Erfahrung, ist das aus Unternehmenssicht durchaus verständlich.

Die Folge aber ist oft Content, der nicht authentisch und dafür aufgesetzt und stark werblich wirkt. Außerdem sprechen jede Menge Gründe dafür, den Influencer an der Content-Planung zu beteiligen.

 

Creators lieben kreative Freiheiten

Eine Studie von HypeAuditor fand heraus, das Content Creators sich kreative Freiheit von Marken wünschen und sogar eine Zusammenarbeit ablehnen, wenn sie keine kreative Freiheit haben.

Sie wollen sich schließlich mit den Inhalten identifizieren, die sie präsentieren und nicht nur die Marken, auch die Influencer haben Sorge, dass durch eine unpassende Kooperation das mühsam aufgebaute Image beschädigt wird oder ein Shitstorm ausbricht.

 

Know-How der Influencer nutzen

Influencer sind Profis auf Ihrem Gebiet. Sie posten tagtäglich Inhalte, kennen ihre Community und die Besonderheiten ihres Social Networks. Sie kennen die Trends und No-Gos und wissen, was funktioniert und was nicht. Warum also dieses Know-how nicht nutzen?

Immerhin kauft man bei einer Influencer-Kampagne nicht nur die Reichweite der Content Creators, sondern auch deren Know-how und Geschick bei der Produktion von Videos, Bildern und Texten.

Rahmen feststecken

Trotz aller kreativer Freiheit, muss ein Rahmen festgesteckt werden, innerhalb dessen sich der Influencer bewegen und kreativ ausleben kann. Dazu sollte ein Briefing erstellt werden. Das Briefing beinhaltet nicht nur den Rahmen der Kooperation, sondern durchaus auch konkrete Vorgaben, wie das Erwähnen bestimmter Produktfeatures oder das Setzen bestimmter Links. Wie der Influencer jedoch die Botschaften und Wünsche des Unternehmens umsetzet, sollte seiner kreativen Freiheit überlassen werden.

Tipp: Was ein Briefing alles beinhalten sollte, erfahren Sie im Beitrag „Influencer Briefing – Das muss rein

Gerade bei neuen Kooperationen sollten die Wünsche und Anforderungen im Vorfeld besonders klar besprochen und eventuell auch eine Freigabeschleife für die ersten Postings vereinbart werden. So können sich beide Parteien sicher sein, dass die Postings in ihrem Interesse erfolgen.

Fazit: Eine gute Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen

Es gilt also: Es gibt gewisse Grundregeln, an die sich Influencer im Rahmen der Kooperation halten müssen. Diese Spielregeln und grundlegenden Anforderungen müssen durch das Unternehmen klar kommuniziert werden. Bei der Ausgestaltung sollte dem Creator aber kreative Freiheit gelassen werden. Denn Social Media basiert auf Echtzeit und Authentizität. Außerdem ist die gewisse Handschrift des Influencers sicher das, was seine Follower so an ihm lieben und weswegen sie ihm folgen.

Sowohl Influencer als auch Unternehmen verfolgen letztlich das gleiche Ziel: Sie wünschen sich authentische Werbung, die die User erreicht und glücklich macht. Ein bisschen Vertrauen auf die Fähigkeiten des Content Creators gehört dazu.

In diesem Sinne: Seien Sie mutig und haben ein bisschen Vertrauen in Ihre Kooperationspartner.

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